BienenForum

BienenForum bringt Imkerei, Forschung, Politik und Wirtschaft an einen Tisch

BienenForum bringt Imkerei, Forschung, Politik und Wirtschaft an einen Tisch

Rund 200 Besucherinnen und Besucher haben am Samstag, 12. September, das BienenForum im Rahmen der Luzerner Bienentage in Sempach besucht. Im Zentrum der Fachtagung standen die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen rund um Honigbienen, Wildbienen und ihre Lebensräume. Dabei wurde deutlich: Wer Bienen schützen will, darf Wildbienen und Honigbienen nicht gegeneinander ausspielen.

Unter dem Leitthema «Imkerpraxis unter Druck» bot das BienenForum Raum für Fachwissen, unterschiedliche Perspektiven und einen offenen Dialog. Imkerinnen und Imker trafen auf Fachpersonen aus Forschung und Wissenschaft sowie auf Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Auch die Fachausstellung bot Gelegenheit, sich auszutauschen, Fragen zu stellen und aktuelle Entwicklungen rund um die Bienenhaltung und den Bienenschutz zu diskutieren.

Besonders das Podium zeigte, wie vielschichtig die Diskussion rund um Honigbienen, Wildbienen und Biodiversität ist. Trotz unterschiedlicher Blickwinkel kristallisierte sich eine gemeinsame Botschaft heraus: Honigbienen und Wildbienen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Entscheidend ist vielmehr, geeignete Lebensräume zu erhalten und neu zu schaffen, die Biodiversität zu stärken und damit die Lebensgrundlagen für möglichst viele Insektenarten zu verbessern.

Die lebhafte Atmosphäre während des gesamten Tages zeigte, dass diese Themen beschäftigen. Das Publikum beteiligte sich mit zahlreichen Fragen, Gespräche wurden auch zwischen den Programmpunkten weitergeführt und unterschiedliche Positionen offen diskutiert. Vom Hobbyimker über den Berufsimker bis zu Fachpersonen aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Politik kamen Menschen zusammen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit denselben Herausforderungen auseinandersetzen.

Damit erfüllte das BienenForum eine seiner zentralen Aufgaben: eine Plattform zu schaffen, auf der Wissen nicht nur vermittelt, sondern miteinander diskutiert wird. Gerade angesichts der Herausforderungen für die Zukunft ist dieser Dialog wichtig. Am Ende des Tages blieb deshalb nicht nur neues Fachwissen, sondern auch die Erkenntnis, dass die Herausforderungen erkannt sind. Gleichzeitig wird es weiterhin viel Engagement brauchen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Bienen, ihrer Lebensräume und der Biodiversität langfristig in der Gesellschaft zu verankern.

Die Luzerner Bienentage gehen morgen, am Sonntag mit dem Bienenzauber weiter. Der Familientag richtet den Blick auf die faszinierende Welt der Bienen und macht ihre Bedeutung für Natur und Gesellschaft für Gross und Klein erlebbar.

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Rückblick Luzerner Bienentage 2025 Rückblick

Die Luzerner Bienentage 2025 waren erneut ein starker Treffpunkt für Imkerinnen, Imker und naturbegeisterte Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Schweiz. Zwei Tage lang drehte sich in der Festhalle Sempach alles um Bienen, Biodiversität, Imkerei und nachhaltige Zukunftsfragen.

Bienenforum: Fachwissen, Austausch und neue Perspektiven

Der Samstag startete mit dem ersten offiziellen Bienenforum, der Weiterentwicklung des früheren Imkertags. Mit dem neuen Namen und Konzept wollten wir den Fokus klar auf Austausch, Vernetzung und praxisnahe Weiterbildung legen, und genau das ist gelungen.

Zu den Höhepunkten gehörte der Fachinput von Bigna Zellweger, die auf eindrückliche Weise vermittelte, wie vielfältig die Schutzmechanismen der Honigbienen sind. Von der Bedeutung des Chitinpanzers über gegenseitiges Grooming bis hin zur Sauberkeit im Stock erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die natürlichen Abwehrstrategien eines Bienenvolks.

Ein zentrales Thema war die Bedeutung der Biodiversität. Vielfältige Blühflächen, naturnahe Landschaftselemente und reduzierte Pestizidanwendung stärken nachweislich die Gesundheit der Honig- und Wildbienen. Diese Erkenntnis begleitet uns als Imkerschaft und motiviert uns, noch mehr für blühende Lebensräume einzustehen.

Asiatische Hornisse: Aktuelle Entwicklungen und wichtige Hinweise

Die Asiatische Hornisse war auch dieses Jahr ein grosses Thema. Fachpersonen der Koordinationsstelle standen den Besucherinnen und Besuchern für Fragen zur Verfügung und erklärten, wie man die invasive Art erkennt, wo typische Primär- und Sekundärnester zu finden sind und wie man Funde korrekt meldet.

Der grosse Informationsbedarf zeigte deutlich, wie wichtig diese Aufklärungsarbeit ist. Wir nehmen dieses Thema weiterhin sehr ernst und werden es in den kommenden Jahren verstärkt begleiten.

Bienenzauber: Erlebnisse für die ganze Familie

Der Sonntag gehörte wie immer dem Bienenzauber, ein Tag für Familien, Bienenfreunde und Neugierige jeden Alters. Rund 650 Personen besuchten den Anlass und genossen:

  • den beliebten Imkerbrunch,
  • vielfältige Marktstände mit Bienenprodukten,
  • kurze Inputs zu Honigqualität und Bienenprodukten,
  • eine anschauliche Ausstellung zur Bestäubung und zum Klimaschutz,
  • sowie ein buntes Kinderprogramm, das die Welt der Honigbienen spielerisch näherbrachte.

Die positive Stimmung, die vielen Gespräche und das Interesse am Thema Bienen zeigten uns erneut, wie wertvoll dieser Tag für die Öffentlichkeitsarbeit ist.

Fazit: Ein gelungenes Fest der Vielfalt

Die Luzerner Bienentage 2025 standen ganz im Zeichen von Austausch, Wissen und Begegnung. Wir blicken auf ein vielfältiges, inspirierendes und rundum gelungenes Wochenende zurück. Die Kombination aus Fachforum und öffentlichem Erlebnistag hat sich einmal mehr bewährt und zeigt die Stärke unserer Imkergemeinschaft.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern, Helferinnen und Helfern sowie unseren Partnern für ihren Beitrag zu diesem schönen Anlass.

Die nächsten Luzerner Bienentage finden am 12. und 13. September 2026 statt. 

Wir freuen uns jetzt schon darauf.

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